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   Liebhaber der Pflaumenkopfsittiche sollten sich darüber bewusst sein, dass diese Art von Vogel niemals alleine gehalten werden darf. Dies trifft eigentlich auf alle Vogelarten zu, beim Pflaumenkopfsittich jedoch ist die Warscheinlichkeit, dass er zum "Rupfer" wird, sehr groß. Pflaumenkopfsittiche sind bei liebevoller Haltung sehr schnell handzahm. Sie sind von Natur aus sehr vorsichtig, allerdings auch neugierig. Bei der Ernährung des Pflaumenkopfsittichs sollte man stets darauf achten, täglich frisches Obst und auch Gemüse zu reichen. Das Körnerfutter sollte beste Qualität sein. Da es sich beim Pflaumenkopfsittich um einen sehr geschickten "Flieger" handelt, sollte täglich Freiflug gestattet werden. In einem Mehrfamilienhaus sollte man vorher abwägen, ob es unbedingt ein Pflaumenkopfsittich sein muss, da seine Stimme schon recht "gewaltig" sein kann. Wenn man all dies beachtet, wird man sehr viel Freude an den klugen Vögeln haben.
                                      
Die Pflaumenkopfsittich-Henne ist nicht ganz so farbenprächtig. Sollte man das Paar zum Brüten bringen, ist eine Zuchtgenehmigung absolut erforderlich. Jungvögel, die beringt werden, sollte man nur mit Gummihandschuhen anfassen (meine eigene Erfahrung). Das Risiko, dass die Elternvögel die Brut nicht mehr annehmen, ist zu groß. Aber das Wichtigste:
Zuchtgenehmigung ist erforderlich.

Pflaumenkopfsittiche stehen unter Artenschutz. Die Haltung dieser Vögel ist meldepflichtig.

Pucki, ein 15 jähriger Hahn hatte anfangs große Schwierigkeiten mit den anderen Vögeln im Sittichzimmer. Dies hat er aber nun gemeistert und ist voll in die Gruppe integriert.

Pucki ist den anderen Vögeln gegenüber sehr zugänglich geworden. Er wartet nicht mehr, bis der Futtertisch frei ist, sondern frisst mittlerweilen problemlos mit den anderen. Obststücke holt er sich, fliegt aber sofort in eine ruhige Ecke damit. Das Risiko, dass ein anderer ihm den Leckerbissen wegnimmt, ist ihm wohl zu groß. Das beobachte ich aber nicht nur bei Pucki, sondern bei den anderen Pflaumenkopfsittichen auch.

Bei der Ernährung sollte man wie bereits erwähnt stets frisches Obst sowie Gemüse anbieten. Vitamintropfen sind dann nicht erforderlich. Um zu gewährleisten, dass auch wirklich alles an wichtigem Obst und Gemüse gegessen wird, bin ich dazu übergegangen, alles sehr fein zu hacken und vermischt zu reichen. Das absolute Highlight jedoch sind Karotten, Trauben und Äpfel. Ich achte darauf, bei dem Obst die Kerne zu entfernen.

Die tägliche Obst- und Gemüseration sollte nicht immer gleich, sondern abwechslungsreich gegeben werden. Auf diese Weise sind die Vögel motiviert, alles wenigstens zu probieren. Es gibt bei ihnen wie bei Menschen auch Favoriten. Bei meinen Pflaumenkopfsittichen sind Karotten, Trauben und Äpfel der Renner. Es ist jedoch allergrößte VORSICHT geboten. Häufig ist Obst und Gemüse mit Pestiziden "verseucht". Ich musste hier schon traurige Erfahrungen machen. Also wenn schon viel verschiedenes Gemüse und Obst, dann auf BIO umsteigen.

Das Obst an Ästen aufzuspießen ist mehr oder weniger eine kleine Spielerei, die die Vögel lieben. Es ist schon erstaunlich, zu welchen Verrenkungen Pflaumenkopfsittiche doch fähig sind, nur um einen Leckerbissen zu holen. Reicht man täglich Obst, sind Vitamintropfen absolut nicht erforderlich, im Gegenteil. Zuviel kann auch schädlich sein. Am besten für die Vögel ist immer noch eine ausgewogene Ernährung, nicht zu vergessen ist Grit für die Verdauung. Himbeeren sind für die Pflaumenkopfsittiche das absolute Highlight. Dies ist natürlich abhängig von der Jahreszeit.

Der Pflaumenkopfsittich ist mit seiner majestätischen Art ein Vogel für Liebhaber. Wenn man ihm ein vogelgerechtes Leben bieten kann (z. B. Vogelzimmer oder sehr große Voli mit viel Freiflug), wird man begeistert sein von seinem Wesen. Dies trifft jedoch nicht nur auf den Pflaumenkopfsittich, sondern auf alle Vögel zu. Die Pieper geben das zurück, was wir ihnen geben.

Leckerbissen bringe ich auch so an, dass die wendigen Pflaumenkopfsittiche etwas tun müssen, um in den Genuss des Essens zu kommen. Es gilt auch bei Vögeln: Wer rastet, der rostet.

Pflaumenkopfsittiche klettern sehr gerne. Es sollten daher stets Äste angebracht werden, die von den Vögeln gerne genutzt werden. So naturnah wie nur eben möglich, kein Plastik oder sonstiges "Spielzeug", keine Einzelhaltung und vor allen Dingen keinen Spiegel.